Wie die Vogelschutzorganisation Birdlife berichtet, haben die Störche im Auenreservat Marchegg heuer eine besonders gute Brutsaison hinter sich gebracht. 

Mit durchschnittlich 2,4 ausgeflogenen Jungvögeln pro Horst ist das nicht nur für das Reservat ein Spitzenwert, auch im Vergleich mit anderen Brutgebieten zeigt sich, dass die Bruten in Marchegg besonders erfolgreich waren. Im Waldviertel waren es nur 1,4, im Mittelburgenland 1,9 Vögel des Nachwuchses, die auch wirklich erfolgreich aufgezogen wurden.

Vor ein paar Tagen durfte ich mit Karl Schipfer und seiner Familie eine Kanu-Tour auf der March von Angern nach Marchegg, entlang des Marchegger WWF-Auenreservates unternehmen. Die ganze Familie ist naturbegeistert und sehr an Vögeln interessiert, und so haben wir unser Treffen bereits auf 7 Uhr morgens verlegt, und haben uns  die March sieben Stunden lang weitgehend hinunter treiben lassen. Da ist die Natur noch frisch und die Vogelwelt aktiv, und das leise Dahingleiten der Boote lässt die Vögel mit ihrer dann meist doch erfolgenden Flucht lange warten. Wie die nachfolgenden Fotos zeigen, hat sich das Frühaufstehen mehr als ausgezahlt. Karl hat mir die Genehmigung gegeben, seine Fotos zu veröffentlichen, was ich hiermit gerne tue. Lasst euch von den Eindrücken bezaubern!

Man glaubt es kaum, aber vor einigen Jahren wurde an der oberen Mur eine Fischart neu entdeckt, die man nun in die diversen Fischlexika aufnehmen muss  - der Smaragdgressling. Mit anderen Worten: dieser Fisch kommt nach heutigem Wissensstand weltweit nur an der oberen Mur in Österreich vor!

Bereits 2009 wurde der Fisch erstmals gefangen, allerdings damals als Hybridart bestimmt. Erst 2018 konnte dann nach einer systematischen Untersuchung festgestellt werden, dass es sich bei genauere Hinsehen um eine neue Fischart handelte, da spezifische Merkmale bei keiner anderen Gründlingsart festgestellt werden konnten.

In der Vergangenheit habe ich bereits wiederholt berichten können, dass unser Wappentier, der Seeadler (Haliaeetus albicilla) eine wahre Erfolgsgeschichte des Naturschutzes ist. In Österreich kann man ihn auf Kanu-Touren u.a. durch die March-Thaya-Auen, aber auch auf der Donau immer wieder beobachten. Im Winter kann man bei Bernhardsthal im nordöstlichen Weinviertel sogar die russischen und skandinavischen Vögel, die bei uns überwintern, bestaunen.

Ein Tier, um das immer wieder hitzige Debatten geführt werden, ist der Fischotter. Ich habe bei meinen Touren zwar noch nie einen gesehen, das verwundert aber auch nicht, denn er kann sehr gut riechen und hören und ist sehr scheu und daher meist schon längst verschwunden, noch bevor Menschen ihn überhaupt sehen könnten.

Wer meint, dass im Winter ganz automatisch Tiefkühlfisch in unseren Flüssen entsteht (kleiner Scherz), liegt damit natürlich nicht richtig. Die Fische wissen sich ganz gut zu helfen in der kalten Jahreszeit. Einige von ihnen überwintern entweder ganz im Winterschlaf, so wie die Schleie etwa. Einige der Bodenbewohner unserer Fließgewässer, Wels und Aal zum Beispiel, graben sich auch in den Schlamm am Grund ein und lassen nur das Kopfende hinaus schauen.