Man glaubt es kaum, aber vor einigen Jahren wurde an der oberen Mur eine Fischart neu entdeckt, die man nun in die diversen Fischlexika aufnehmen muss  - der Smaragdgressling. Mit anderen Worten: dieser Fisch kommt nach heutigem Wissensstand weltweit nur an der oberen Mur in Österreich vor!

Bereits 2009 wurde der Fisch erstmals gefangen, allerdings damals als Hybridart bestimmt. Erst 2018 konnte dann nach einer systematischen Untersuchung festgestellt werden, dass es sich bei genauere Hinsehen um eine neue Fischart handelte, da spezifische Merkmale bei keiner anderen Gründlingsart festgestellt werden konnten.

In der Vergangenheit habe ich bereits wiederholt berichten können, dass unser Wappentier, der Seeadler (Haliaeetus albicilla) eine wahre Erfolgsgeschichte des Naturschutzes ist. In Österreich kann man ihn auf Kanu-Touren u.a. durch die March-Thaya-Auen, aber auch auf der Donau immer wieder beobachten. Im Winter kann man bei Bernhardsthal im nordöstlichen Weinviertel sogar die russischen und skandinavischen Vögel, die bei uns überwintern, bestaunen.

Wer meint, dass im Winter ganz automatisch Tiefkühlfisch in unseren Flüssen entsteht (kleiner Scherz), liegt damit natürlich nicht richtig. Die Fische wissen sich ganz gut zu helfen in der kalten Jahreszeit. Einige von ihnen überwintern entweder ganz im Winterschlaf, so wie die Schleie etwa. Einige der Bodenbewohner unserer Fließgewässer, Wels und Aal zum Beispiel, graben sich auch in den Schlamm am Grund ein und lassen nur das Kopfende hinaus schauen.

Ein Tier, um das immer wieder hitzige Debatten geführt werden, ist der Fischotter. Ich habe bei meinen Touren zwar noch nie einen gesehen, das verwundert aber auch nicht, denn er kann sehr gut riechen und hören und ist sehr scheu und daher meist schon längst verschwunden, noch bevor Menschen ihn überhaupt sehen könnten.